Glaube ohne Antwort

Das Christentum langweilt

Das Christentum ist intellektuell uninteressant geworden. Nicht die Briefe des Apostels Paulus, die Psalmen, die Bibel überhaupt oder die Bekenntnisse, sondern das, was unter dem Label „christlich“ zu hören und zu lesen ist. Es hat sich eine ungeheure Denkfaulheit breitgemacht – ein Denken in Abkürzungen. Christliche Kommunikation funktioniert oft reflexartig: Klimanotstand – Bewahrung der Schöpfung; Kapitalismus – Dienst am Mammon; Seenotrettung – Nächstenliebe; Homoehe – Schöpfung als Mann und Frau.

Diese Abkürzungen zielen teilweise sogar auf wertvolle Intuitionen aber ihnen kann kein Transfer in das Umfeld unserer Fragen und Probleme gelingen. Das liegt nicht an der Bibel, sondern am geistlosen Umgang mit ihren Bildern und Ideen.

Sie sagen uns nicht, was gilt

Man kann mit einem biblischen Bild oder einem Bekenntnis eine Frage stellen und damit eine Diskussion eröffnen. Aber man kann mit ihnen nichts begründen. Sie sagen uns nicht, was gültig ist. Wir haben begriffen, dass jede Heilige Schrift und alle Bekenntnisse wertlos sind, wenn sie nicht von Menschen ausgelegt, gedeutet und gelebt werden. Sie können erst durch Interpretationen zu Wahrheiten werden. Und das sagen sie selbst: Der Sabbat – das Ziel der ganzen Schöpfung – ist für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für den Sabbat.

Die Fiktion des freien Menschen

Das Christentum ist die Fiktion eines befreiten Menschen, der weder in seiner Natur noch in seiner Kultur letztbestimmt werden kann. Ein Mensch, dem immer noch eine Türe, immer noch ein anderer „Möglichkeitsraum“ offen steht und dem es deshalb nicht zusteht, einen anderen auf ein bestimmtes Sollen, Müssen oder Sein festzulegen.

Was würde das für unsere Grenzen – die im Mittelmeer und die für unsere gesellschaftlichen Rechte und Lebensformen – bedeuten? Was hiesse das, angesichts der Notwendigkeit, menschliches Leben so zu organisieren, dass mit ihm auch andere Lebewesen überleben können? Was bedeutet es für unser Altern, Sterben und unsere Hoffnung?

Ich weiss es nicht

Wir haben im Glauben und Hoffen nicht mehr, als diese Fiktion. Aber die sollten wir uns nicht durch Moral oder Sturheit nehmen lassen. Wir sollten sie leben, als ob sie wahr werden könnte. Als ob meine kleine Hoffnung in den Möglichkeitsräumen anderer Orte finden kann. Als ob auch diese Zimmerchen unter dem grossen Dach und dem weiten Himmel stünden, die der kleine Zweifel zusammen mit der grossen Hoffnung erahnt.

Dieses Christentum hätte keine Antworten. Es wäre aber ein interessanter Ort für ein Gespräch, das wir selber sind.

Die Meinung des Autors in diesem Beitrag entspricht nicht in jedem Fall der Meinung der Landeskirche.

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32 Kommentare
  • THOMAS GROSSENBACHER
    Gepostet um 07:02 Uhr, 08. Juli

    Nächstenliebe entsteht oszilierend zwischen mir und der anderen. Der Gedankenanstoss des Beitrags von Kollege Jütte öffnet in diese inspirierende Weite. Besten Dank.
    Wie wäre es, wenn wir den Apell nicht nur altruistisch hörten, oder gar an andere richten, sondern im Sinne der befreienden Botschaft der Bibel beider Testamente auch unser Selbst miteinbeziehen?
    Eben Doppelgebot der Liebe. Keine platte Einfachheit.
    Siehe auch tgrossenbacher.ch „Predigten“ 190707

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  • Anonymous
    Gepostet um 08:19 Uhr, 08. Juli

    Fiktion? Jesus ist eine historische Person. Er hat die grösste Volksbewegung der Weltgeschichte in Gang gebracht und die beste Botschaft der Menschheit verkündigt, die auch heute noch Menschen verändern kann: er hat der Menschenliebe den gleichen Rang gegeben, wie der Gottesliebe: wir sind alle die Nächsten für die in Not…Ich finde das eine ziemlich handfeste Antwort

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    • Stephan Jütte
      Gepostet um 12:14 Uhr, 08. Juli

      Der Jesus aus meiner Bibel hat viel mehr als eine Volksbewegung in Gang gebracht. Und er hatte nicht einfach eine Message, sondern ist als er selbst eine Offenbarung. Aber nicht als Fakt, sondern als Geschichte, die uns fragt, ob wir uns in ihr auch verstehen können, ob vielleicht dieser Jesus auch heute für uns ein Christus sein kann. Und so wie ich ihn verstehe, misst sich unsere Gottesliebe gerade an dem, wie wir andere Menschen lieben.

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    • Esther Gisler Fischer
      Gepostet um 15:01 Uhr, 19. Juli

      Die ‚Leben Jesu-Forschung‘ ist gescheitert. Was nicht heisst, dass er nicht gelebt hat. Seine Ideen sind nach wie vor richtig und müssen sich immer wieder in neue Zeiten und neue Menschen inkarnieren.

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      • michael vogt
        Gepostet um 20:41 Uhr, 20. Juli

        diese reinkarnation, wie man es vielleicht nennen könnte, ein wertvoller gedanke. die frage bleibt: was genau waren oder sind seine ideen? manchmal beantwortbar. manchmal. . .?

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  • Alpöhi
    Gepostet um 09:14 Uhr, 08. Juli

    Lieber Herr Jütte,
    Die Stichworte „Christentum langweilt“ und “ ich weiss (die Antwort) nicht“ lassen mich etwas ratlos zurück… Was wollten SIe denn nun genau ausdrücken?

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  • Alpöhi
    Gepostet um 09:32 Uhr, 08. Juli

    Gleichwohl klingt in mir etwas an. Und zwar:
    Früher war das Christentum progressiv, hat die Themen gesetzt, die gesellschaftlich relevant waren. Das war so bis zur Reformation (und weil die Reformation die Unabhängigkeit von den katholischen Klerikern versprach, ist das Zürcher Bürgertum darauf „abgefahren“).
    Mit der Aufklärung hat das geändert, seither ist Christentum konservativ-reaktionär, humpelt „ewiggestrig“ hinter den aktuellen Themen her, die in der Gesellschaft gerade aktuell sind. Wer setzt denn jetzt die relevanten Themen? Und warum ist das nicht „das Christentum“?

    Zwei Beispiele:

    Die Homo-Ehe.
    Vor dem Hintergrundbild der „Fiktion des freien Menschen“ kann doch die Kirche nicht ernsthaft dagegen sein, wenn zwei Menschen in verbindlicher liebevoller Gemeinschaft miteinander leben wollen. „Gemeinschaft“ (mit Gott und den Menschen) ist der rote Faden, der sich von vorne bis hinten durch die Bibel durchzieht. Wir leben nun mal in einer Welt, die nicht perfekt ist. Ich habe einen Sehfehler und brauche eine Sehhilfe. Menschen verunfallen und werden querschnittgelähmt. Und andere Menschen lieben auf eine Weise, die nicht zur Arterhaltung führt. Das ist alles weit weg von der Vollkommenheit. Aber es kann immerhin der real existierende, „hölzerne Himmel“ sein.

    Die aktive Sterbehilfe.
    Der medizinische Fortschritt führt dazu, dass wir immer älter werden. Aber an irgend etwas werden wir dennoch einmal sterben müssen… Matthias Claudius bittet „um einen sanften Tod“. Aber auch der plötzliche Herzstillstand wird systematisch bekämpft, seit Defibrillatoren flächendeckend vorhanden sind. An was sollen wir dann dereinst sterben? Und vor allem: Wie können wir in Würde sterben? Wenn wir der Natur immer mehr Möglichkeiten zum Sterben wegnehmen, dann wirft das ein ganz neues Licht auf die aktive Sterbehilfe. „In Würde sterben“ scheint mir ein wichtiges Thema.

    Ich glaube: Die Kirche kann auch heute noch vorne dabei sein und die relevanten Themen setzen, aber dazu muss sie spüren, was den Menschen unter den Nägeln brennt, und diese Themen kreativ und geisterfüllt weiterdenken.

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    • Esther Gisler Fischer
      Gepostet um 11:34 Uhr, 08. Juli

      Komme wieder mal auf die Alp lieber Öhi: Xtum und Kirche(n) sind mitnichten deckungsgleich. Der Sündenfall liegt in der Konstantinischen Wende, als das frühe Xtum sich ins Lotterbett mit der Staatsmacht gelegt hat. Da wurde leider nicht der Staat christianisiert, sd. das Xtum domestiziert. Befreiende Theologie gibt es auch nach der Reformation. In diesen wird dir widerständige Botschaft des Nazareners auch in unserer Zeit fruchtbar gemacht.
      Frohen Alpsommer wünscht Ihne
      Esther Gisler Fischer.

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      • Alpöhi
        Gepostet um 14:02 Uhr, 08. Juli

        Die Befreiungstheologie ist ein sehr gutes Beispiel. Dort, wo sie verkündet wird (in Mittel- und Südamerika) setzt bzw. „besetzt“ die Kirche ein gesellschaftlich relevantes Thema. Und -schwupp!- ist das lokale Christentum wieder interessant. Auch (aber nicht nur) intellektuell.
        Ausser vielleicht für die Mächtigen; aber das liegt in der Natur der Sache. 😉

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      • Esther Gisler Fischer
        Gepostet um 12:09 Uhr, 11. Juli
        • michael vogt
          Gepostet um 15:40 Uhr, 11. Juli

          zum zweiten abschnitt des beitrags: es ist nicht immer gut, ein wort, eine erfahrung durch das wort „bild“ auf die bildebene zu ziehen. das kann die entsprechung im wirklichen leben gefährden, die erfahrung von kopf bis fuss in frage stellen, vernebeln, dass es um eine konkrete befreiung geht, die sich nicht gewissermassen auf eine virtuelle welt beschränkt. das wäre die abwertung des diesseits – wenn es überhaupt ein jenseits gibt und die unterschiedenheit der beiden – , was ja nicht im sinne dieses blogs sein könnte. 😉

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          • michael vogt
            Gepostet um 20:38 Uhr, 11. Juli

            „alles vergängliche ist nur ein gleichnis“, sagt goethe. und eberhard jüngel bemerkt zu recht: „warum ’nur‘?“

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      • Esther Gisler Fischer
        Gepostet um 12:12 Uhr, 11. Juli

        Und noch was: „Ernsthafte Besinnung aufs Evangelium und scharfe Augen auf die Gegenwart sind die Kräfte, aus denen die lebendige Kirche neu geboren wird. Die kommende Kirche wird nicht ‚bürgerlich‘ sein.“ Dietrich Bonhoeffer, Sanctorum Communio, DBW 1, 292

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        • michael vogt
          Gepostet um 15:54 Uhr, 11. Juli

          „Der biblisch bezeugte Ursprung des Christentums war keine Religion im traditionellen Sinn, sondern ein pauperozentrischer Humanismus der Praxis (Urs Eigenmann, link oben). es geht aber auch um die befreiung der reichen, nicht zuletzt zu gunsten der armen. darum erlaube ich mir eine kritische beziehung zu diesem ursprung, möglichst ohne mich in vornehmer weise davon zu distanzieren. ein zurückgehen auf ein ursrprünglicheres.

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          • michael vogt
            Gepostet um 16:12 Uhr, 11. Juli

            eindeutig fehlgeschlagene kommentare oder antworten zu löschen, d a s wäre die antwort. . .

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          • Esther Gisler Fischer
            Gepostet um 15:03 Uhr, 19. Juli

            Ja genau Herr Vogt!

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          • michael vogt
            Gepostet um 20:33 Uhr, 20. Juli

            wie immer genau Sie das verstehen 🙂 😉 „wenn ich schon etwas ‚unanständiges‘ sage, soll es immerhin ‚anständig‘ daherkommen“, sagte ich mir. unter „moderation blog“ finde ich zum thema löschen von überflüssigem nichts. und ich muss ja sagen, der verschreiber „ursrprünglicheres“ bringt viel. r ist der anfangsbuchstaben des vornamens meiner ersten liebe. es geht nicht direkt um sie, aber um die ähnlichkeit des ursprünglichsten auch mit ihr. das hat jesus, soweit überliefert, nicht erkannt. respektive inzwischen, wie ich annehme, auch erkannnt.

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          • michael vogt
            Gepostet um 18:23 Uhr, 21. Juli

            > das hat jesus, soweit überliefert, damals nicht erkannt – es sei denn
            mk 10.30 et par

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          • michael vogt
            Gepostet um 18:25 Uhr, 21. Juli

            das hat jesus, soweit überliefert, damals nicht erkannt – es sei denn mk 10.30 et par

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        • michael vogt
          Gepostet um 16:06 Uhr, 11. Juli

          „Der biblisch bezeugte Ursprung des Christentums war keine Religion im traditionellen Sinn, sondern ein pauperozentrischer Humanismus der Praxis.“ (Urs Eigenmann, link oben). es geht aber auch um die befreiung der reichen, nicht zuletzt zu gunsten der armen. darum erlaube ich mir eine kritische beziehung zu diesem ursprung, möglichst ohne mich in vornehmer weise davon zu distanzieren. ein zurückgehen auf ein ursprünglicheres.

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          • michael vogt
            Gepostet um 16:14 Uhr, 11. Juli

            . . .des christentums

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        • michael vogt
          Gepostet um 16:08 Uhr, 11. Juli

          „Der biblisch bezeugte Ursprung des Christentums war keine Religion im traditionellen Sinn, sondern ein pauperozentrischer Humanismus der Praxis.“ (Urs Eigenmann, link oben) es geht aber auch um die befreiung der reichen, nicht zuletzt zu gunsten der armen. darum erlaube ich mir eine kritische beziehung zu diesem ursprung, möglichst ohne mich in vornehmer weise davon zu distanzieren. ein zurückgehen auf ein ursprünglicheres.

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          • michael vogt
            Gepostet um 20:28 Uhr, 11. Juli

            und zu gunsten der atmosphäre, der umwelt, der umgebung

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    • michael vogt
      Gepostet um 07:50 Uhr, 09. Juli

      „der Natur immer mehr Möglichkeiten zum Sterben wegnehmen“ – keine antwort kommt uns sehr teuer zu stehen. sterben ein gewinn, bei weitem das bessere. (phi 1.21 und 23) während oder am ende des lebens. tod erleuchtung. um „vorne dabei“ zu sein, das geht wohl da nicht. aber achtung der menschenwürde. der eigenen und der anderer.

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  • Carsten Ramsel
    Gepostet um 09:35 Uhr, 08. Juli

    Du hast recht, Stephan, intellektuell ist das Christentum uninteressant. Da ist es keineswegs alleine. Dabei ist die Denkfaulheit allenfalls ein theologisches Problem, da alle Menschen solche Abkürzungen benutzen. Diskreditierst Du nun diese Abkürzungen, suchen sich die Menschen andere. Anstatt sich also in einem kleinen Club der Gebildeten und Denkfreudigen wieder einmal mit sich selbst zu beschäftigen, sind zwei Fragen meiner bescheidenen Meinung theologisch oder kirchlich interessanter. 1. (empirisch) Welche christlichen Abkürzungen sind heute noch glaubwürdig? 2. (normativ) Welche christlichen Abkürzungen sind angesichts einer pluralen Gesellschaft heute ethisch wünschenswert bzw. abzulehnen?

    Dennoch: Merci für Deine kurze Stimulanz am Morgen und auf bald,
    Carsten

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  • michael vogt
    Gepostet um 01:17 Uhr, 09. Juli

    „Man kann mit einem biblischen Bild oder einem Bekenntnis eine Frage stellen und damit eine Diskussion eröffnen. Aber man kann mit ihnen nichts begründen.“ doch, das kann man schon. nehmen wir das bild vom sieg über den tod. der tod steht dem leben im weg. mit dem gewählten bild kann man begründen, dass leben möglich ist. sogar nach dem tod. „Wir haben begriffen, dass jede Heilige Schrift und alle Bekenntnisse wertlos sind, wenn sie nicht von Menschen ausgelegt, gedeutet und gelebt werden.“ schrift und tradition sagen, es sei der heilige geist, der interpretiert und lebendig macht. oekumenischer gesagt: die wahrheit offenbart sich selbst. langweilig ist der notorische anthropologische gesichtspunkt und das christentum incurvatum in se ipsum. sabbat heisst, dass wir zur ruhe kommen und das leben sich selbst ereignen kann. jürgen habermas sagt, gingen die religionen verloren, ginge mit ihnen neben wertvollen werten auch eine wertvolle utopie verloren. nach meiner interpretation das, was vielleicht noch keinen ort hat, aber einen haben wird. der „befreite mensch“ ist nicht eine fiktion. und er, und sie ist „letztbestimmt“, nämlich als bis zuletzt vollkommen. der „möglichkeitsraum“ ist begrenzt, freiheit und liebe zu den nächsten, zu den feindInnen und zu sich selbst als grenzen respektierend definiert. das bild vom sieg über den tod, vom tod und der verwandlung des dem leben im weg stehenden, sagt: hier ist mehr als fiktion. oder wenn fiktion, dann eine nicht antropologisch reduzierbare erfindung vor grundlegung der welt, die realisiert wird. methode heisst umweg. im verhältnis dazu ist der weg eine abkürzung. nicht „leben, als ob sie wahr werden könnte“, sondern: wir leben weil sie wahr wird. das sich selbst offenbarende wort ermöglicht die frage, das gespräch – und ist so die antwort.

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    • michael vogt
      Gepostet um 14:31 Uhr, 09. Juli

      „langweilig“ schreibe ich nicht, weil ich den beitrag so gewertet hätte, sondern weil ich mich frage, warum ich, wenn dem so wäre, ihn so werten würde. die auseinandersetzung mit dem begriff der lerngemeinschaft finde ich „inspirierend“ (schon deshalb, weil sie mich in meinem wahrheitsverständnis der alles verändernden vereinigung von allem mit allem bestärkt), zugleich als umgehungswürdig, weil zu pädagogisch, was aber nicht immer das kriterium sein kann.

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    • michael vogt
      Gepostet um 14:46 Uhr, 09. Juli

      aha, endlich finde ich das wort wieder > also auch, weil es gleich in der ersten überschrift steht

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    • michael vogt
      Gepostet um 17:49 Uhr, 09. Juli

      „was vielleicht noch keinen ort hat, aber einen haben wird“, respektive im zeitraum der raumzeitfreiheit sein wird, der raum und zeit ähnlich ist. langweilig wird es, wenn, wie die mystische tradition sagt, „die lange weile“ nicht mehr eintritt, die zeit nicht mehr stillsteht, gewissermassen der besuch der raumzeitfreiheit in raum und zeit, der zeitraum in raum und zeit nicht zu gast ist. sorry für diese anmerkungen – aber wir haben es ja gerade mit der intellektuellen durchdringung.

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      • michael vogt
        Gepostet um 18:52 Uhr, 09. Juli

        gerade sie führt zur lapidaren einsicht, oder ansicht, wenn Sie lieber wollen, dass die kirche – gerade auch intellektuell – nicht interessant ist, weil sie nicht sexy ist. dass daran auch nur eher schwer etwas zu ändern ist, weil das eben doch tief in ihren eingangs partiell erwähnten quellen verwurzelt ist. „euer himmlischer vater“, das ist schon etwas entmündigend, und „der verheiratete sorgt sich darum, wie er seiner frau gefallen möge, der unverheiratete darum, wie er dem herrn gefallen möge“ – dieser hiatus ist schon etwas krass. (mt 6.32, 1kor 2.32f)

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    • michael vogt
      Gepostet um 14:20 Uhr, 10. Juli

      das haben Sie nun davon, wenn durch einen blogbeitrag die „denkfaulheit“ weggeblasen wird. kirche und christentum werden ihre namen verlieren. sie werden in ein umfassenderes integriert, wo ihr wahrheitsgehalt dann wieder gefunden werden kann.

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