Nichts über Fussball

Fussball gehört nicht in diesen Blog. Jetzt schon gar nicht. Gefrorene Böden vom Brügglifeld bis zum Letzigrund, vom Tourbillon bis zum St.-Jakob-Park; höchstens im Cornaredo bespielbarer Rasen, aber die zugehörige Mannschaft natürlich wie alle anderen noch im Trainingslager in Marbella oder Dubai. Eben. Fussball gehört nicht in diesen Blog.

Trotzdem schade. Denn genau in diesem Gebiet wäre ich der Experte. Da könnten Sie mich alles fragen, da hätt ich auf alles eine Antwort. Mein Arbeitskollege von der Grafik könnte das bestätigen. Er ist selber auch Experte. Und seltsamerweise sind wir selten einer Meinung. Auch dann, wenn es um unsere favorisierte Mannschaft geht, der wir beide seit der Kindheit anhängen. So ist das mit Fussball-Experten. Sie wissen Bescheid; besser als alle andern; besser als die, die spielen; besser als der Trainer und besser als der Kollege, sowieso.

Aber eben. Jetzt gibt’s keinen Fussball. Und in diesem Blog geht’s weiss Gott nicht um Ballsportarten. Um „Diesseitiges“ zwar schon, so stets im Titel. Aber mit „reformierte Kirche“ auf dem Absender ist bestimmt ein wenig Drall zum Jenseits mitgemeint. Den einen oder anderen Steilpass Richtung Transzendenz sollte man erwarten dürfen, oder zumindest eine fundierte Meinung zu Aufstellung und Taktik von Kirchen und Konfessionen. Da wärs gut, man wäre auch in diesem Gebiet ein Experte.  Da hätte man auf alles eine Antwort. Aber als Mitspieler? Ich muss zugeben, da fehlt einem dann schon hin und wieder der Blick fürs Grosse Ganze. Da rackert man auf seiner Position, verliert sich im Klein-Klein-Spiel und ist schon froh, wenn nach dem fünften Spieltag innert einer Woche die Luft noch reicht, für eine sauber Ball- (oder in meinem Fall) Textabgabe.

 

P.S. Ab dem 4. Februar ist die Fussball-Winterpause vorbei (endlich!)

P.S.2: Im nächsten Blogbeitrag geht’s bestimmt nicht um Fussball (versprochen!)

 

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3 Kommentare
  • michael vogt
    Gepostet um 07:00h, 03 Februar Antworten

    „unfassbar“ wird oft gesagt. es kann ja auch nicht darum gehen, den ball in holz einzufassen. aber, nehmen wir zuerst mal handball, wenn der ball nicht gefasst wird, ist das spiel nicht möglich. es wäre auch falsch, auf den ball zu sitzen. da ginge nichts mehr. auch beim fussball wird der ball in gewisser weise gefasst: seine bahn wird erfasst, dann der fuss nicht irgendwie hingehalten, sondern so dass der ball hingeht, wo man ihn will. danke für den s/pass.

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    • Verena Thalmann
      Gepostet um 09:34h, 03 Februar Antworten

      …..echt toll weitergeführt; den Text von Christian Schenk — vielen Dank Herr Vogt!

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  • Barbara Oberholzer
    Gepostet um 10:23h, 03 Februar Antworten

    Als Mitglied einer Familie von absoluten Fussballfreaks ist es glaub nicht nötig, dass ich mich auch noch interessiere 😉. Was für mich aber spannend und lehrreich ist, ist der Fussball als Mannschaftsspiel. 11 Solotänzer führen garantiert nicht zum Sieg. Gemeinsames Ziel, Zusammenspiel, abgeben im rechten Moment … wär nicht das ein Thema für Kirche, diesseits, Leben überhaupt? Mir scheint auch, dass Kinder, die von früh auf Fussball spielen, sozialkompetenter und frustrationstoleranter sind, besonders auch Mädchen.
    Er lebe ⚽️!

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