«Prophetisches Wächteramt 2.0» – jetzt erst recht!

Nein, ich teile die Hypothesen von Prof. Matthias Zeindler bezüglich des prophetischen Wächteramtes wirklich nicht. In seinem Blogbeitrag auf diesseits.ch stellt er fest, dass das Wächteramt der Kirche aus der Zeit gefallen ist. Dies, da das Amt vordemokratisch, vorsäkular und vorpluralistisch sei. Stattdessen solle sich nach ihm die Kirche gefälligst bewusstwerden, dass sie nur eine politische Stimme unter vielen sei.

Mit der Zeit in Richtung Zukunft unterwegs

Matthias Zeindlers Blickwinkel mag zwar historisch betrachtend durchaus seine Berechtigung haben. Das Prophetische Wächteramt ist zweifelsohne in der Vormoderne entstanden und unsere kirchlichen Vorgänger*innen mahnten die Politik vermutlich häufiger als wir. Aber es ist meiner Meinung nach ein Trugschluss, dass dieses Amt deswegen keine Gegenwart und schon gar keine Zukunft habe. Das politische Gefüge ist keine fixe Grösse, sondern stets im Wandel und die Kirche mit ihm. Es liegt wohl im Kern der Sache, dass ein heutiges Wächteramt nicht dasselbe ist, wie jenes zu Bullingers Zeiten. Aber drehen wir nun aber mal den Blickwinkel um. Statt historisch fragen wir mal futurologisch. Bereits an der nahen Zukunft wird rasch deutlich, dass es mit dem Prophetischen Wächteramt alles andere als vorbei ist.

Postdemokratisch

Die Demokratie ist eine grossartige politische Errungenschaft, aber sie ist alles andere als sakrosankt und muss immer wieder neu konstituiert werden. Die Geschichte lehrt uns leider, dass Demokratien nicht vor dem eigenen Scheitern geschützt sind. Wenn wir den Fokus von der Schweiz weg auf die gegenwärtige Welt hin öffnen, dann sehen wir, dass die Demokratie keinesfalls das am weitesten verbreitete politische System ist. Und noch bedenklicher: die NZZ schrieb vor einem Jahr gar vom weltweiten Rückzug der Demokratie. Vor einer solchen postdemokratischen Welt brauchen die reformierten Kirchen indes keine Angst zu haben. Da sie deutlich älter als der gegenwärtige schweizerische Nationalstaat sind und aus eigener Erfahrung wissen, wie man nichtdemokratischen Staatswesen als Wächterin begegnet. Aus meiner Sicht ist es gerade heutzutage wichtig, dass wir unsere mahnenden Stimmen weltweit erheben, wenn Menschenrechte missachtet, Völkermorde verübt, Grundrechte eingeschränkt werden oder militärisch aufgerüstet wird. Frieden, Wohlergehen und Versöhnung sind menschliche Grundanliegen und nicht nur marginale Positionen einer kirchlichen Minderheit!

Postsäkular

Im 20. Jahrhundert wurde lange die Säkularisierungshypothese herumgereicht. Sie besagt im Wesentlichen, dass sich Religion im politischen Feld auf dem Rückzug befindet und eigentlich eine Privatsache sei. In der Gegenwart des 21. Jahrhunderts wird aber rasch klar, dass diese Annahme eklatante Mängel hat. Folgt man Jürgen Habermas’ Votum von 2001, dann befinden wir uns längst in einer postsäkularen Gesellschaft. In dieser ist deutlich, dass Religion stets auch öffentliche Anteile hat und dadurch Konflikte zwischen säkularen und religiösen Positionen begünstigt werden. Dies lässt sich einfach prüfen, indem man eine Tageszeitung kauft und mit dem Leuchtstift alles Religiöse anmalt. Man erkennt so rasch, dass in Zeiten von Terrorismus, Globalisierungs-, Migrations- und Integrationsdebatten zahlreiche religiöse Anteile an der Öffentlichkeit vorhanden sind. Doch welche Rolle soll die Kirche mit ihrem Wächteramt darin spielen?

Sie hätte wohl zu allen wesentlichen Themen etwas zu sagen und von den politischen Parteien einzufordern. Denn meines Erachtens dürfen uns Schuldenberge, Bankenkrisen, Flüchtende, Bürgerkriege, technologische Neuerungen und gesellschaftliche Umbrüche keinesfalls egal sein.

Postpluralistisch

Sind wir ehrlich – den Begriff «postpluralistisch» gab es bis anhin eigentlich nicht. Gleichwohl können wir ihn bereits erdenken. Im Folgenden bezeichnet er den Umstand, dass es nicht mehr darum geht, ob und wie eine Gesellschaft pluralistisch ist, sondern wie der Pluralismus überhaupt gewährleistet werden kann. Postpluralistisch sind demnach Gesellschaften, in denen grössere Minderheiten oder kleinere Mehrheiten zu Gunsten der Gesamtheit einen Pluralismus gewährleisten. So betrachtet haben die Kirchen selbst in einer Minderheitsposition einen wichtigen Beitrag zur Gesamtgesellschaft zu leisten. Sie tragen dazu bei, dass auch andere Minderheiten ihren politischen Anteil an der postpluralistischen Gesellschaft haben können.

In diesem Sinne tut es not, dass die reformierten Kirchen sich ihres Prophetischen Wächteramtes wieder bewusst werden und in einer angemessenen Form im 21. Jahrhundert wahrnehmen. Ein Blick in die Zürcher Kirchenordnung zeigt übrigens in Artikel 4, wie man sich dies konkret vorstellen könnte: «Die Landeskirche nimmt das prophetische Wächteramt wahr. In der Ausrichtung aller Lebensbereiche am Evangelium tritt sie ein für die Würde des Menschen, die Ehrfurcht vor dem Leben und die Bewahrung der Schöpfung.» Mit den aktuellen Globalisierungs-, Nachhaltigkeits-, Biotechnologie-, Medizinal- und Digitalisierungsdebatten hat die Kirche riesige Themenfelder offen, welche sie zusammen mit kirchlichen und nichtkirchlichen Partnerorganisationen zu Gunsten unserer Gesellschaft, wie auch der Weltbevölkerung, vorteilhaft besetzen könnte. Den Mut dazu darf sie zu Recht aus dem Evangelium schöpfen!

Wem dies noch nicht genügt, um aufzuzeigen, dass das Wächteramt immer noch aktuell und zukunftsfähig ist, der findet im Artikel 65 der Zürcher Kirchenordnung noch eine weitere Ausformulierung: «Die Landeskirche nimmt das prophetische Wächteramt auch in ihrem diakonischen und seelsorglichen Handeln wahr. Sie benennt Ursachen von Unrecht und Leid. Sie wirkt mit beim Suchen von Lösungen und stellt sich in den Dienst der Vermittlung.»

Solange weltweit Unrecht und Leid bestehen, erwachsen uns aus dem Wächteramt grosse gesellschaftliche Aufgaben. Deren Lösungen nehmen wir gerne mit Gott, unseren Gemeinden und Mitgliedern, aber auch unseren kirchlichen, säkularen und politischen Partner*innen wahr. So sind wir zahlreiche «player» auf dem politischen Feld und können dieses aktiv mitgestalten. Ganz im Sinne der Zürcher Kirchenordnung: «Die Kirche lebt aus dem befreienden Zuspruch Gottes. Aus ihm leitet sie ihre Verantwortung in der Gesellschaft ab.» [Art.4,1].

Beitrag zum gleichen Thema:
Prophetisches Wächteramt – aber bitte bescheiden! von Matthias Zeindler

Die Meinung des Autors in diesem Beitrag entspricht nicht in jedem Fall der Meinung der Landeskirche.

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17 Kommentare
  • Corinne Duc
    Gepostet um 12:06 Uhr, 30. Mai

    Schön, dass sie ebenfalls anerkennen, es stünden „riesige Themenfelder offen, welche sie („die Kirche“) zusammen mit kirchlichen und nichtkirchlichen Partnerorganisationen zu Gunsten unserer Gesellschaft, wie auch der Weltbevölkerung, vorteilhaft besetzen könnte“.
    Aber was tut die Kirche tatsächlich, um bspw. – wie mittlerweile ja auch schon alle politischen Verfassungen fordern – ökologisch nachhaltige Entwicklungen effektiv zu fördern?
    Motorradgottesdienste? Veranstaltungen, die möglichst per Auto zu besuchen sind? Konfirmandenreisen per Flugzeug?

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    • Christoph Staub
      Gepostet um 20:05 Uhr, 30. Mai

      Sehr geehrte Frau Duc
      Sie weisen zu recht auf einen sehr wichtigen Punkt hin. Nur bin ich wohl die falsche Person, um diese Frage zu beantworten. Gleichwohl würde ein Nachhaltigkeitsbericht zu Handen der Synode wohl spannende Einsichten ins reale, kirchliche Handeln geben. Für meinen Teilbereich kann ich Ihnen mit gutem Gewissen versichern, dass ich an einer Kantonsschule als Mittelschulseelsorger tätig bin, an der die Schülerschaft ein Flugverbot lanciert und der Konvent bestätigt hat. Wir fliegen bewusst nicht.
      Liebe Grüsse,
      Christoph Staub

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    • Michael Wiesmann
      Gepostet um 22:59 Uhr, 30. Mai

      Dann sollte die Kirche Ihrer Meinung nach bei ökologischen Themen mit dem moralischen Zeigefinger wedeln? Kommt sicher toll an. Vor allem so bescheiden.

      Mit Verlaub: So lange die Würde des Geschöpfs nicht gewahrt wird (und da gibt es auch noch das eine oder andere zu tun, um es mal bescheiden auszudrückem) verkommt Bewahrung der Schöpfung zu einer theologische Alibi-Übung. Hauptsache gut dastehen, aber sich die Hände nicht mit der effektiven Not der Mitmenschen schmutzig machen.

      PS: Sollen wir jetzt keine Motorrad-Gottesdienste mehr abhalten weil „ungrün“? Frei nach dem Motto: „Liebem deinen Nächsten – ausser er ist motorisiert unterwegs“ oder so…

      PPS: Mir geht es nicht darum, Bewahrung der Schhöpfung kleinzureden. Aber man könnte bei Ihrem Kommentar glatt meinen, wir hätten keine anderen Probleme als Motorradgottesdienste und motorisierte Gemeinde-Anlässe (inkl. Seniorenausflug mit den Car).

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      • Corinne Duc
        Gepostet um 16:18 Uhr, 31. Mai

        Ja, wir sollten das Thema wohl vermehrt in der Synode einbringen, damit auch diese Pfarrpersonen wenigstens ein bisschen Einblick in die ökologischen Zusammenhänge und Probleme unserer Zeit erhalten – und was man (auch in der Kirche) besser machen könnte, wenn man nur wollte… Allerdings ist sehr zu befürchten, dass solche Vorstösse dann wieder abgemurkst werden, nicht zuletzt weil schliesslich auch die verehrte Kundschaft beleidigt reagieren könnte, wenn sie auf das leidige Thema Umweltschutz angesprochen werden müsste. Preisfrage: wie kann mitreissendes ökologisches Engagement in der Pfarrschaft gefördert werden? Mein Verdacht ist halt schon, dass es ein entsprechendes Modul (oder warum nicht gerade „Psychologie und Umwelt“?) im Ausbildungscurriculum bräuchte, in welchem die Zusammenhänge in fundierter Weise aufgezeigt würden.

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        • Esther Gisler Fischer
          Gepostet um 11:44 Uhr, 04. Juni

          Mein Mann hat unlängst eine Motion zum Thema in die Synode eingebracht. Diese ist ja nicht einmal darauf eingetreten!

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      • Esther Gisler Fischer
        Gepostet um 12:45 Uhr, 04. Juni

        Die Anfragen von Frau Duc sind berechtigt: Trotz ‚grünem Güggel‘ ist die Kirche leider noch mehrheitlich in Bezug auf die Farbe Grün farbenblind. Zudem müssen wir davon wegkommen, den Menschen als die ‚Krone der Schöpfung‘ zu betrachten. Denn wohin hat uns die leidvolle Auslegung des Bibelverses 1 Mose1, 28 geführt? Und hat nicht Gott seinen Bund mitallen seinen Geschöpfen geschlossen? Bei unserem Lebenstil wird die Würde von Mitgeschöpfen tagtäglich mit Füssen getreten!
        Die dualistische Trennung in Mensch/Tier, oben/unten, Mann/Frau, aussen/innen hat uns in diese vielfältigen Krisen geführt, wie wir sie heute erleben. Schon lange weisen Ökofeministi_innen darauf hin. Anbei ein Interview mit einer Vertreterin dieses Ansatzes:
        http://www.bzw-weiterdenken.de/2018/01/oekologische-krise-und-sorgekrise-haengen-zusammen/

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  • Anonymous
    Gepostet um 12:07 Uhr, 30. Mai

    bravo!

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  • Barbara Oberholzer
    Gepostet um 12:10 Uhr, 30. Mai

    Ich habe Matthias Zeindler nicht so verstanden, dass sich die Kirche nicht mehr äussern soll oder kann. Aber auf bescheidenere Weise: Nicht nur mit deontologischem Getrommel, sondern mit Kompetenz, Sach- und Dossierkenntnis, Wissen um die Pluralität innerhalb der Kirche selbst und der Gesellschaft und der Einschränkung, dass wir uns alle immer nur auf dem neusten Stand des Irrtums befinden. Manchmal ist der heilige Geist auch im „wie“ ersichtlich 😉.

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    • Christoph Staub
      Gepostet um 12:20 Uhr, 30. Mai

      Liebe Barbara
      Stören tun mich ja primär Matthias Zeindlers‘ Hypothesen. Natürlich ist gelegentlich ein bescheideneres Auftreten angebracht, aber dennoch stellen sich uns in der Gegenwart und in Zukunft grosse Herausforderungen, welche auch grosse kirchliche Antworten erfordern werden. Und diesen dürfen wir gerne auch mal laut und mutig begegnen.
      Liebe Grüsse,
      Christoph

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  • Anonymous
    Gepostet um 16:18 Uhr, 30. Mai

    Lieber Christoph
    Ich kann Deinen Ausführungen von A bis Z zustimmen. In der heutigen Welt gibt es unendlich viele Gründe und Anlässe dafür, dass die Kirche sich deutlich hören lässt. Gerade den Reformierten ist es verwehrt, sich aufs Innerliche und Spirituelle zurückzuziehen.
    Bloss ist es mir in meinem Beitrag darum gar nicht gegangen. Ich meine, dass das auch deutlich nachzulesen ist. Sagen wollte ich lediglich, dass die soziologischen Bedingungen sich seit dem Entstehen des Begriffs des prophetischen Wächteramts in einer Weise verändert haben, dass wir auch theologisch nachziehen sollten. Eine politische Theologie unter demokratischen Bedingungen muss einfach einen anderen Zuschnitt haben als eine aus dem Spätmittelalter!
    Eigentlich hat Barbara Oberholzer alles Nötige schon gesagt.
    Herzliche Grüsse
    Matthias

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    • Christoph Staub
      Gepostet um 19:46 Uhr, 30. Mai

      Lieber Matthias
      Bezüglich der historischen Verortung und für die gegenwärtige Schweiz stimme ich Dir im Kern ja schon zu, aber im Blick auf die Welt und die Zukunft müssten wir es mal noch in Ruhe ausdiskutieren.
      Dir gebührt aber auf jeden Fall mein Dank, dass Du diese wichtige Diskussion angestossen hast. Möge sie die erhofften Früchte bringen!
      Herzliche Grüsse,
      Christoph

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  • Bernd Berger
    Gepostet um 16:19 Uhr, 30. Mai

    In einer Rezension des Buches „Staat ohne Gott“ von Horst Dreier in „zeitzeichen“ (Juni 2018) schreibt Johann Hinrich Claussen: „Denn ein – kulturkonservatives oder sozialprogressives – „Wächteramt“ der Kirche kann es nicht geben. Theologen stehen nicht auf einem Wachtturm letzter Wahrheit über der Gesellschaft – weder beim Abtreibungs- noch beim Asylrecht. Mitten auf dem Marktplatz der demokratischen Debatte können und sollen sie für ihre Überzeugungen eintreten und darin „Öffentliche Theologie“ treiben, aber ohne den prophetischen Anspruch selbst die Stimme Gottes zu sein.“ Der Verzicht auf ein sog. „Wächteramt“ beduetet nicht den Verzicht auf klare Stellungnahmen und Positionierungen zu gesellschaftlichen Fragen auf der Basis des Evangeliums – im Gegenteil! Nur ein klares Auftreten in der Bescheidenheit eines zivilgesellschaftlichen Akteurs unter anderen scheint mir angemessen zu sein, einerseits in Widerspruch zu fundamentalistischen Tendenzen, aber auch gegen die Tendenz, dass das Neutralitätsgebot des Staates ins Gesellschaftliche übergreift. Der Staat hat neutral zu sein, die Gesellschaft aber braucht die Stimmen der Religionen und Konfessionen und ebenso der Religionskritiker. Ebenso wie es einer Gesellschaft nicht gut tut, wenn eine Religion oder Konfession den gesellschaftlichen Diskurs dominiert, ebenso schadet es ihr, wenn religiöse Äusserungen und religiöse Praktiken weitgehend aus dem gesellschaftlichen Diskurs verbannt werden. In diesem Sinne sollten wir uns als Christen deutlich in gesellschaftliche Fragen einmischen, von denen Christoph Staub wichtige benennt, Mit dem Begriff des prophetischen Wächteramts ist dafür aber vermutlich wenig gewonnen. Er suggeriert einen Standort jenseits und oberhalb der Gesellschaft, den wir nicht haben.

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  • Beat Schwab
    Gepostet um 20:11 Uhr, 30. Mai

    Ein prophetisches Wächteramt der Kirche in Ehren. Aber glaubwürdig wäre das erst, wenn auch kirchen-internes Fehlverhalten und Korruption aufgegriffen und öffentlich angemessen behandelt würde. Das reformiert. wäre wohl die passende Zeitung dazu. Leider lehnte deren Chefredaktor die Thematisierung der ‚freibeuterischen‘, intransparenten Boni-Bezüge in den Stadtzürcher Kirchen und dem Stadtverband in seinem Blatt ab, so dass der Artikel anschliessend im Tagi – basierend auf dem Öffentlichkeitsgesetz – publiziert wurde.
    Nebst Korruption in Behörde wären auch das überaus unprofessionelle und parteiische Verhalten der Aufsichtsbehörden RPK und BKP zu beklagen. Ich hoffe sehr auf eine Professionalisierung im Rahmen des aktuellen Reformprozesses.
    Als Beitrag zur praktischen Umsetzung des Wächteramtes stünde es der Kirche zudem gut an, die in der Kirchenordnung vorgesehene Ombudsstelle endlich einzurichten.

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    • Christoph Staub
      Gepostet um 22:49 Uhr, 30. Mai

      Sehr geehrter Herr Schwab
      Besten Dank für Ihre Rückmeldung.
      Gehe ich richtig davon aus,, dass Sie sich auf den folgenden Artikel beziehen: https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/intransparente-sonderzahlungen-der-kirche/story/27062060 ?

      Liebe Grüsse,
      Christoph Staub

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    • Imke
      Gepostet um 10:15 Uhr, 31. Mai

      Aktuell empfiehlt die Ethik-Stelle der ref. Landeskirche in schwerwiegenden, kirchenbezogenen Auseinandersetzugen die Ombudsstelle des Kantons zu konsultieren.

      Dort überprüfen, vermitteln und befinden mehrere Vertreter der evangelisch-reformierten Kirche darüber, ob Behörden und Verwaltung ( also die eigene „Kirchenfamilie“) richtig handeln.

      Stellvertretender Ombudsman ist Bernhard Egg, Mitglied des Zürcher Kirchenrates, der Exekutive der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich.

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  • Alpöhi
    Gepostet um 21:51 Uhr, 30. Mai

    Propheten und Prophetinnen hat die Gesellschaft und auch die Kirche so nötig wie eh und je! Das wusste schon Paulus (1.Kor.14,5).

    Natürlich wird ein Prophet oder eine Prophetin, wenn er oder sie bei Trost ist, nicht auftreten und sagen „so spricht der Herr …“. Man will ja vom Volk gehört werden, was meist schon schwierig genug ist aufgrund des Botschaft, die es zu transportieren gilt.. Man wird also eher sagen, „ich habe den starken Eindruck, dass …“

    Ob die Prophetie von Gott war, ergo wahr ist, erweist sich so oder so erst im Nachhinein.

    Die gute Nachricht ist: Es gibt sie noch, Prophetinnen und Propheten! (1.Kor.12,10)

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  • Imke
    Gepostet um 09:39 Uhr, 31. Mai

    Wächteramt?
    Kritiker – insbesondere solche mit Insights – werden eingeschüchtert, gemobbt, des Amtes enthoben, bekommen einen Maulkorb verpasst (Amtsgeheimnis) und werden ausgebootet, weil man befürchtet, sie könnten Gebrauch von der Waffe machen.

    Wächteramt?
    Kirchenseitige Gremien geben bezahlte, externe Gutachten in Auftrag, die die Hinweisgeber massiv diskreditieren und damit ihre berechtigten Aufsichtsbeschwerden vertuschen. Die Kosten dazu werden der Kirchgemeindeversammlung präsentiert, mit der Argumentation „wir haben alles versucht, es ging nicht mehr“ Das ist die Realität 2018. Und ja, das ist Täterschutz im kirchlichen Kontext.

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