Ja, ich will!

Ja ich will!

Ja ich will!, sagt der Kirchenrat der reformierten Kirche des Kantons Zürich zur zivilrechtlichen Ehe für alle. Das ist schön. Oh happy day.

Der schweizerische evangelische Kirchenbund dagegen kriegt kalte Füsse vor dem Traualtar und sagt: Uiii neiii! Lieber doch nöd. Er verabschiedet nach langem Hin und Her ein Papier mit viel Geschwurbel und wenig Aussage aus Rücksicht auf die liebe Verwandtschaft mit biblizistischem Bibelverständnis. Aber echt jetzt: Wer will schon auf einen lauen Bräutigam bauen? Da verzichte ich doch glatt und zöge es vor, ihm keine Hochzeitsgeschenke mehr zu liefern in Form von Kirchensteuern.

Ja! Das hat mit dem Christentum zu tun

Ich glaube kaum, dass der Kirchenbund Familienmitglieder schützt, die die Bibel rassistisch, frauenfeindlich oder antijudaistisch auslegen. LGBTI+ Diskriminierung geschah und geschieht hier und weltweit in extrem vielen Fällen aus „christlichen“ Motiven UND aus Loyalität zu Leuten mit solchen Motiven. JA: Homofeindliche Bibelauslegung und Theologie haben etwas mit dem Christentum tun. Und nochmals JA: Kirchen stehen in der Verantwortung für Bibelauslegungen. Sie sind verantwortlich oder mitverantwortlich für Ausgrenzungen, Abwertungen, Verletzungen, berufliche Einschränkungen und Homoverbote in vielen Ländern dieser Erde.

Traue keiner Kirche, die dich nicht traut

Spätestens wenn die Ehe für alle auch in der Schweiz da ist, geht’s wieder los mit  Stellvertreterdiskussionen. Soll Kirche jetzt auch Lesben und Schwule trauen? Es ist Zeit, dass Kirchen Verantwortung übernehmen wie es der Zürcher Kirchenrat begonnen hat, sich um Wiedergutmachung kümmern und aufhören LGBTI+ zu problematisieren und instrumentalisieren. Bis dahin halte ich mich getrost an den trauten Spruch Traue keiner Kirche, die dich nicht traut.

 

Weitere Beiträge zum Thema «Ehe für alle»:

In der Liebe vorangehen von Rhea Dübendorfer, 5.11.2019

Nid drunger, nid drüber: drnäbä! von Andreas Kessler, 

Streit um die «Ehe für alle» – zur kirchlichen Diskurskultur von Matthias Zeindler, 

Ehe für alle – ein Zwischenruf von Bernd Berger, 

Habt ihr nicht gelesen… Ehe für alle? von Stephan Jütte, 

Rückwärts Marsch von Michel Müller, 

Ehe für alle – Biblische Perspektiven von Bernd Berger, 

Ach Kirche, halt die Klappe! von Stephan Jütte, 17.6.2019

Streitfrage «Ehe für alle» und die Bibel von Stephan Jütte, 5.3.2019


Die Meinung der Autorin in diesem Beitrag entspricht nicht in jedem Fall der Meinung der Landeskirche.
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29 Kommentare
  • Barbara Oberholzer
    Gepostet um 07:37 Uhr, 02. August

    Super 😂!

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    • Brigitte Hauser
      Gepostet um 12:32 Uhr, 02. August

      Danke Barbara.

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  • Heinz Leuenberger
    Gepostet um 08:05 Uhr, 02. August

    Chapeau! Ich finde deinen Beitrag klar, mutig und aufrüttelnd. Riecht hast du!

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    • Brigitte Hauser
      Gepostet um 12:31 Uhr, 02. August

      Danke Heinz.

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    • michael vogt
      Gepostet um 17:14 Uhr, 02. August

      was riechen wir? riechen die recht, die sagen, dass es höchste zeit wäre? oder die, die sagen: „es riecht nach einer verkünstlichung der welt“? für den kirchenrat ist die nicht-diskriminierung entscheidend. könnten aber durch die vom rat auch befürwortete insemination mit gespendeten samenzellen nicht die kinder diskriminiert werden, um deren schutz es ihm im besonderen geht? der enthusiasmus des beitrags und der bisherigen diskussion geht nicht auf mich über. für mich ist der kontext die frage, wohin die menschheit sich insgesamt entwickeln wird. vielleicht in 20 jahren nur noch in vitro und pid, im sinne „was der liebe gott nicht kann, machen wir“, nämlich eine welt ohne behinderung. ich kann nicht mal eindeutig sagen, dass das, inklusive der ehe für alle, falsch wäre. trotzdem kann ich einer bewegung – auch wenn sie vielleicht recht hat („höchste zeit“) – nicht einfach so trauen, die in meinen augen zu sehr nur eines sieht und anderes nicht.

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      • Barbara Oberholzer
        Gepostet um 09:43 Uhr, 03. August

        Lieber Herr Vogt
        Dieser und auch andere Ihrer Kommentare empfinde ich als tief deprimierend. Wozu sich auch für die eigenen Überzeugungen einsetzen? Immer zuerst die ganze Welt retten … Nach Ihnen sässen die Kinder Israels glaub heute noch in Aegypten und dächten über den Weltfrieden nach.
        Was sind denn Ihre Überzeugungen, Herr Vogt? Wofür würden Sie Ihren PC verlassen und mit andern auf die Strasse gehen? Beste Grüsse, Barbara Oberholzer

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        • michael vogt
          Gepostet um 16:23 Uhr, 03. August

          wir leben in einer gesellschaft, die a l l e s will. man kann nicht alle in denselben topf werfen. aber so kann sie, glaube ich, chrakterisiert werden. sie will a l l e s – nur ja eines nicht, nur eines ja nicht: den tod. jesus und seine kommiliton*innen anderer religionen und nicht-religionen haben es anders gesehen: der tod während des lebens und am ende des lebens, das gerade ist das leben. und anders ist leben nicht wirklich möglich. ich habe da kein programm, aber faktisch gehe ich diesen sommer wohl mindestens 20 mal mit andern zusammen auf die strasse, indem ich dort durch non-verbale kommunikation – ohne programm, aber faktisch – das durchgebe, was ich auf am pc verbalisiere. und ja, am 1. august habe ich auch eine parole durchgegeben: eine sängerin fragte an einem strassenkonzert, nachdem sie uns gerühmt hatte, dass wir trotz regen geblieben sind: „war das feuerwerk schön?“ „nein!“ rief ich aus, „feuerwerk ist nichts! aber regen macht schön!“ „das sieht man!“ rief sie zurück. auch so: farben, die durch „gefährliche luftverunreinigungen“ (haps) entstehen, können doch nicht wirklich schön sein. am feurwerken sehen Sie, in was für einer gesellschaft wir leben, mit der ich mich seit meiner kindheit auseinandersetze, wo ich über die strasse zu briefkästen von nachbarn ging, um ihnen in einem brieflein mitzuteilen, ihr rasenmäher mache lärm. und nun hoffe ich, diesmal das antwortfeld zu erwischen.

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        • michael vogt
          Gepostet um 17:23 Uhr, 03. August

          würde mich auch gerne mit andern zusammen auf die strasse setzen, im lotussitz, ohne sitzkissen oder irgendetwas, im sinne eines sitzstreiks gegen die exorbitante mobilität. strasse ist aber auch die frage nach der resistenz: das könnte zur unguten askese werden, um die es nicht geht, sondern um einen mittelweg zwischen askese und wohlstandsverwahrlosung.

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        • michael vogt
          Gepostet um 17:33 Uhr, 03. August

          bei Ihnen und bei mir bei „gepostet“ überall „3“. darin sehe ich die aufgehende sonne, therapie des tiefen depression. haben zwei gleichgeschlechtliche kinder, wirkt es allen zum guten mit (versteht man paulus vom sieg über den tod her, sind es nämlich alle). die farge ist andererseits, ob man es absichtlich herbeiführen soll. Sie sehen auch das dilemma, in dem ich mich als skeptiker befinde: einerseite bin ich tendentiell für das grundrecht auf leibliche eltern und eine natürliche zeugung, andereseits will ich alle voll und ganz anerkennen. ich glaube, das geht.

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          • michael vogt
            Gepostet um 17:35 Uhr, 03. August

            wollte die „33“, darum nicht nachgelesen 😉

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      • Matthijs van Zwieten de Blom
        Gepostet um 16:45 Uhr, 03. August

        Hallo Michael Vogt
        Fortpflanzungsmedizin ist das Eine, Ehe für alle das andere. Ich finde nicht alles gut, was die Fortpflanzungsmedizin kann, ind ich finde nicht, dass man allen dürfen soll, was technisch möglich ist. Aber ich finde es richtig, dass Homo- und Heteropaare zu denselben Möglichkeiten Zugang haben sollen. Dass der legale Zugang zu Fortpflanzungsmedizin also nicht abhängig ist von der sexuellen Orientierung.

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  • Corinne Duc
    Gepostet um 10:56 Uhr, 02. August

    Vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag! Kann hier jemand erklären wie dieser „(Nicht-) Entscheid des SEK“ überhaupt zustande gekommen ist; zustande kommen konnte?

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  • Reinhard Rolla
    Gepostet um 12:41 Uhr, 02. August

    Ich habe meinem Büchlein „Hundert unerschrockene Fragen und Antworten zu Bibel, Kirchen und Religionen“ mit voller Absicht und vollem Risiko den provokanten Titel „WAR JESUS SCHWUL?“ gegeben. Im letzten der hundert kurzen Texte schreibe ich, dass im Johannesevangelium viermal von einem „Jünger, den Jesus liebhatte“ die Rede ist. Was mich zu meiner Frage geführt hat und zu meinem Statement: „Wir werden es wohl nicht erfahren, ob Jesus schwul war oder nicht. Mir wäre es aber recht, wenn er es gewesen wäre, denn dann hätten alle „christlichen Verdammer“ der Homosexualität (und Verfolger bzw. „Vernichter“ der homosexuellen Menschen) keine „christliche“ Rechtfertigung mehr. – Ich, der Autor, lebe übrigens noch! Die Anfeindungen blieben – bis auf wenige nicht allzu schlimme Ausnahmen – aus. Der Erfolg allerdings weitgehend auch…

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  • michael vogt
    Gepostet um 17:10 Uhr, 02. August

    was riechen wir? riechen die recht, die sagen, dass es höchste zeit wäre? oder die, die sagen: „es riecht nach einer verkünstlichung der welt“? für den kirchenrat ist die nicht-diskriminierung entscheidend. könnten aber durch die vom rat auch befürwortete insemination mit gespendeten samenzellen nicht die kinder diskriminiert werden, um deren schutz es ihm im besonderen geht? der enthusiasmus des beitrags und der bisherigen diskussion geht nicht auf mich über. für mich ist der kontext die frage, wohin die menschheit sich insgesamt entwickeln wird. vielleicht in 20 jahren nur noch in vitro und pid, im sinne „was der liebe gott nicht kann, machen wir“, nämlich eine welt ohne behinderung. ich kann nicht mal eindeutig sagen, dass das, inklusive der ehe für alle, falsch wäre. trotzdem kann ich einer bewegung – auch wenn sie vielleicht recht hat („höchste zeit“) – nicht einfach so trauen, die in meinen augen zu sehr nur eines sieht und anderes nicht.

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    • michael vogt
      Gepostet um 17:15 Uhr, 02. August

      17:10 kann gelöscht werden

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    • Brigitte Hauser
      Gepostet um 20:33 Uhr, 02. August

      Fortpflanzungungsmedizin wird gross mehrheitlich von Heteropaaren beansprucht. Die sexuelle Orientierung vom Zugang abhängig zu machen ist nicht einsehbar.

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      • michael vogt
        Gepostet um 16:55 Uhr, 03. August

        ein sohn hat seine eltern angeklagt, weil sie ihn gezeugt haben. in zukunft werden kinder ihre eltern anklagen, weil sie sie nicht gezeugt haben. wie immer ihre sexuelle orientierung aussieht. eine wiedergutmachung, die wiederum nach wiedergutmachung ruft? ich füge ein 😉 an, weil fortpflanzungsmedizin im eigenen land besser sein kann als im ausland, und weil es mir ohnehin nicht um die politische verhinderung geht, sondern um die ethische frage mit ihren dogmatischen voraussetzungen, um systematik sozusagen, oder konkret um die alternative: was ihr verlassen habt, habt ihr hundertfach. und was ihr nicht beansprucht, auch. (vgl mk 10.30 et par) und ich achte besonders darauf, das antwortfeld zu erwischen. 😉

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        • Corinne Duc
          Gepostet um 22:26 Uhr, 04. August

          Verstehe ich richtig dass Sie ausgerechnet bei gleichgeschlechtlichen Paaren – die also viel seltener als gleichgeschlechtliche (und wenn: dann nur im wohlerwogenen Setting; ein bis zwei) Nachkommen planen – Ehe gerne vorenthalten sähen, damit deren weit unterdurchschnittliche Fortpflanzungsrate ja nicht – und sei es auf praktisch vernachlässigbarem Level – noch etwas ansteige? Und was sollte das genau mit Ethik zu tun haben?
          Vielleicht könnte «Ehe für alle» eher die Augen öffnen dafür, dass es für ein erfülltes (Ehe- oder Nicht-Ehe-) Leben gar nicht unbedingt (oder so viel) eigenen Nachwuchs braucht?

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          • michael vogt
            Gepostet um 08:03 Uhr, 06. August

            ja, ein erfülltes eheleben braucht keinen nachwuchs. zum ganzen habe ich mich in den vorangehenden diesbezüglichen diskussionen ausführlich geäussert. es stimmt, dass es mich beschäftigt, dass homosexuelle sich natürlicherweise nicht vermehren – dass sie sich aber doch vermehren. das reagenzglas ist es aber, was mich affiziert. und das nicht nur bei gleichgeschlechtlichen paaren.

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          • michael vogt
            Gepostet um 08:06 Uhr, 06. August

            . . .bei heterosexuellen seit jahren

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  • Anonymous
    Gepostet um 17:41 Uhr, 05. August

    Danke Brigitte für die klaren Worte. Vielen Dank der Zürcher Kirche!!!
    Der SEK enttäuscht mich mit seiner Antwort ohne eigenständige Stellungnahme. Was werden die Unterlagen beinhalten, aufgrund derer die AV entscheiden muss oder darf?
    Der Rat stellt Fragen – das ist richtig, Er nennt Kriterien für Antwortfindungen und dann schweigen oder …?
    Hätte nie gedacht, dass unser Staat den Puls der Menschen besser erkennt als gewisse Kirchen.

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    • Brigitte Hauser
      Gepostet um 10:12 Uhr, 06. August

      Danke.

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  • Brigitte Hauser
    Gepostet um 10:49 Uhr, 06. August

    Lieber Herr Vogt
    Ich bin froh, dass es medizinischen Fortschritt und Möglichkeiten gibt, Auch für den Anfang und für das Ende des Lebens. Natürlich würden etliche Säuglinge sterben. Natürlich wäre das Sterben manchmal unerträglich. Natur per se ist kein Ponyhof und natürlich nicht Romantik pur.
    LG

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    • michael vogt
      Gepostet um 16:38 Uhr, 06. August

      aber ethisch finde ich, von denen auszugehen, die zuunterst der hierarchie sind. das sind, wenn ich recht sehe, nicht die homosexuellen. was heisst „ehe für alle“. dass „alle“ heiraten können sollen, kann es nicht heissen. inzwischen bin ich auf die interpretation gekommen: es heisst ein eheverständnis, das für alle gut ist, eben auch und besonders für die kleinsten. ob der medizinische fortschritt das problem beheben können wird? ich glaube eher nicht. zu den grösseren sagt jesus: „was ihr nicht habt, habt ihr hundertfach.“ und in der buddhanatur, die in allen ist, ist alles enthalten. es ist auch nicht gesagt, dass die relativ geringe inanspruchnahme der fortpflanzungsmedizin durch gleichgeschlechtliche paare so bleibt. könnten die inhalte der menschlichen geistesgeschichte fruchtbar gemacht werden, bräuchten wir keine künstliche befruchtung. das sage ich schon immer. es ist nicht gegen homosexuelle gemünzt. und es geht nicht um natur pur, auch nicht um geist pur, sondern um die vereinigung von natur und geist, die sowohl vor der vergeistigung bewahrt wie vor dem oralen verhältnis zur welt. Sie schreiben weiter oben: „Die sexuelle Orientierung vom Zugang abhängig zu machen ist nicht einsehbar.“ es ist ohne weiteres einsichtig, was Sie sagen wollen. meine assoziation zu dem, was Sie tatsächlich geschrieben haben: die sexuelle orientierung ist abhängig vom zugang, den eine gesellschaft als ganze zum leben findet. https://www.diesseits.ch/ach-kirche-halt-die-klappe/#comment-21003 den homosexuellen soll die ganze zuwendung zukommen, die mit dem stein, den die bauleute verworfen haben, der aber zu eckstein geworden ist, ihren anfang genommen hat, und in andern religionen und nicht-religionen ihre bestätigung findet. d a s verstehe ich unter steinigung. ist die ehe für alle d i e s e zuwendung?

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  • Corinne Duc
    Gepostet um 21:21 Uhr, 06. August

    Interessant ist ja das die Bundesverfassung (Art. 14) punkto „Recht auf Ehe und Familie“ einzig ganz allgemein statuiert: Das Recht auf Ehe und Familie ist gewährleistet (!)
    und auch das Zivilgesetzbuch, das die Einzelheiten betr. Ehe und vorbereitenden Handlungen (sowie die Ungültigkeitskriterien) aufzählt, keinerlei geschlechtliche Fixierungen enthält.
    Zum Glück – man denke etwa an alle die Intersexuellen die – hoffentlich ohne absurde Inquisitionen – heiraten konnten, oder (ursprünglich als hetero in Erscheinung tretende) Paare, bei denen die Eine oder der Andere eine Geschlechtsumwandlung vornahm, ohne dass deswegen (von Gesetzes wegen; m.W.) eine «Zwangsscheidung» hätte durchgeführt werden müssen.
    Eigentlich genügte es, wenn wir (und die Rechtsprechung entsprechend) dies konsequent als Faktum anerkennen: Ehe soll unabhängig von geschlechtlichen Zuordnungen bestehen bzw. eingegangen werden dürfen.
    – Das einzige was die Kirchen in dieser Hinsicht weiterhin zu berücksichtigen haben:
    Eine religiöse Eheschliessung darf vor der Ziviltrauung nicht durchgeführt werden (Art. 97 Abs. 3 ZGB); also erst am Schluss das Amen:-)

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  • Alpöhi
    Gepostet um 17:11 Uhr, 07. August

    Frau Duc, ich stimme zu!

    Kirche sollte sich für die Menschen und deren Nöte einsetzen.
    Wenn Kirche zur Hüterin der Moral wird, dann bleibt plötzlich nur noch Orthodoxie (Rechtgläubigkeit) übrig.

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    • michael vogt
      Gepostet um 23:29 Uhr, 07. August

      das leben vom kleinsten, vom untersten her aufbauen, macht es zum geheimnis

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  • Brigitte Hauser
    Gepostet um 13:01 Uhr, 06. November

    Jetzt hat’s doch noch geklappt mit dem Jawort! Gratuliere Kirchenbund.

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